Das LACoP Projekt

Ziel von LACOP ist die Herstellung von Nahrungspflanzen mit einem reduzierten Gehalt der allergenen Speicherproteine 2S Albumin Bra j 1 (Senf) und 7S Globulin Ara h 1 (Erdnuss). Dabei werden nur die allergenen Epitope mittels Genome Editing aus den entsprechenden Genen entfernt.

Der Vorteil des CRISPR-Cas9 basierten Genome Editing liegt darin, mehrere Mutationen gleichzeitig an unterschiedlichen Stellen im Genom einzuführen. Das ist wichtig, weil viele allergene Proteine einen polygenen Hintergrund aufweisen. Genom editierte Pflanzen wurden in den USA und einigen europäischen
Ländern bereits als Nicht-GVO eingestuft. Allerdings steht die offizielle Entscheidung für die gesamte EU noch aus.
Da nicht alle Allergene in einem Schritt aus den Pflanzen entfernt werden können, ist ein zuverlässiges Testsystem notwendig, mit dem die neuen Pflanzen von normalen Pflanzen unterschieden werden können.
In LACOP basiert dieses Testsystem auf rekombinanten Antikörpern, die mittels Phage Display gegen Wildtyp sowie hypoallergene Proteine selektiert werden. Diese Antikörper dienen später der Entwicklung von Sandwich-ELISAs mit denen die in LACOP generierten Novel-Food- Pflanzen analysiert werden
können.
Natürlich werden die hypoallergenen Pflanzen mittels Seren von Allergie-Patienten auf ihre Hypoallergenität getestet. Derzeit gibt es keine Therapie der Nahrungsmittelallergie, den Betroffenen bleibt nur die Vermeidung der entsprechenden Nahrungsmittel. Die orale Immuntherapie stellt einen vielversprechenden Ansatz dar, eine solche Therapie zu entwickeln. Gerade Erdnüsse sind als Auslöser sehr schwerer Reaktionen bekannt. Die Verwendung von hypoallergenen Pflanzen bei der oralen Immuntherapie kann solche unerwünschten Reaktionen verringern.
Der wissenschaftliche und technologische Fortschritt im Bereich der Nahrungsmittel wird von der Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt, weshalb der Deutsche Allergie- und Asthmabundes (DAAB) als Partner
in LACOP eingebunden ist.

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